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Dieter Heyl

Wie kam ich zur Idee CarpaStretch®?

Während meiner Zeit in Malaysia nahmen bei mir die Beschwerden mit Taubheit im Daumen, Zeige- und Mittelfinger stark zu. Dies steigerte sich kontinuierlich. Nach meiner Rückkehr nach Deutschland musste ich nachts bis zu 5 mal aufstehen, um mit Massieren und Schütteln meinen Fingern wieder Leben einzuhauchen. An Durchschlafen war nicht mehr zu denken. Ebenso wurden die Probleme beim Arbeiten an der Tastatur unerträglich. Auch im Freizeitbereich war ich nicht mehr in der Lage Fahrrad zu fahren.

Daraufhin konsultierte ich meinen damaligen Werksarzt in Sindelfingen und klagte ihm mein Leid. Er riet mir zu einer sofortigen Operation, d.h. das Band oberhalb des Karpaltunnels sollte chirurgisch durchtrennt werden. Er versicherte mir, dass Komplikationen äußerst selten sind, und ich mir da keine Sorgen machen sollte. Fälle wie bei einer nahen Verwandten seien schließlich die absolute Ausnahme. Auf Nachfrage erzählte er mir, dass es hierbei zu einer Infektion gekommen sei, in deren Folge der Nerv geschädigt wurde. Dies hatte  eine erhebliche Einschränkung der Handmotorik zur Folge.

Als passionierter Heimwerker und zugegebenermaßen ein „Angsthase“ begann ich zu recherchieren, ob es nicht andere Möglichkeiten der Behandlung gibt.

Im Internet stieß ich auf die vielfältigsten Methoden und Verfahren, das Band über dem Karpaltunnel zu dehnen. Dies erschien mir logisch, da jede Sehne durch Sport gedehnt werden kann und dies den gleichen Effekt wie das Durchtrennen erzielt, indem es den Druck auf den Karpaltunnel vermindert. Als ich das Wirkprinzip verstanden hatte, der eine solche Vorrichtung entsprechen sollte, fing ich selbst an, das Thema „maschinenbautechnisch“ anzugehen.

Sehr bald erkannte ich, dass das Aufbringen zu großer Kräfte kontraproduktiv ist. Auch im Sport muss ich konstant und kontinuierlich Dehnen, um z.B. irgendwann einen Spagat zu schaffen. Dies war der springende Punkt, der die Idee zu CarpaStretch® in mir keimen ließ.

Kurz darauf war der erste Prototyp erstellt. Nach diversen Optimierungsschleifen lag das CarpaStretch® Dehnband bereits sehr ähnlich zur heutigen Ausführung vor.

Nach ca. 4 Wochen konnte ich nachts wieder durchschlafen und kurze Zeit später auch wieder Fahrrad fahren. Heute benutze ich CarpaStretch® etwa 4 bis 6 mal im Monat für ca. 4 Stunden, um symptomfrei zu bleiben.

Als ich im Bekanntenkreis darüber berichtete, bemerkte ich erst wirklich, wie viele von dem Karpaltunnel - Syndrom betroffen sind. Auch ihnen konnte mit CarpaStretch® nachhaltig geholfen werden.

So entstand die Idee zum Patent. Was folgte, war die Suche nach geeigneten Materialien und Lieferanten, Diskussionen mit Ärzten und Handchirurgen sowie die Optimierung der Anwendung. Um unsere subjektiven Erkenntnisse auch wissenschaftlich abzusichern, sollte eine klinische Studie durchgeführt werden.

Schnell jedoch wurde klar, dass die Kosten für eine solche Studie in Europa für mich nicht finanzierbar waren. Aufgrund meiner früheren Kontakte nach Indien, fand ich dort ein renommiertes medizinisches Institut, welches nach international anerkannten Kriterien eine zertifizierte Studie durchführt.

Die bisherigen Zwischenergebnisse sind sehr ermutigend und ich bin zuversichtlich, nach dem Abschluss dieser Studie bis Ende 2016 hierüber berichten und die Ergebnisse veröffentlichen zu können.

 

Zu meiner Person

Mein Name ist Dieter Heyl, geboren wurde ich am 6. Juli 1957 in einem kleinen idyllischen Dorf am Rande des Schwarzwaldes. Ich bin verheiratet und wir haben eine gemeinsame 22-jährige Tochter.

An der Universität Karlsruhe studierte ich Maschinenbau und trat als Diplomingenieur nach Abschluss in die Daimler AG ein. Dort war ich nach meinem Trainee-Programm über 25 Jahre in verschiedenen Bereichen und Werken mit Schwerpunkt Qualitätsmanagement tätig. Nach einem Abstecher als Leiter der Werkstofftechnik war ich mit meiner Familie 3 Jahre in Indien und leitete dort das Qualitätsmanagement für das dortige Produktionswerk sowie die Vertriebs- und Serviceorganisation. Im Anschluss war ich als Werkleiter für weitere 3 Jahre mit dem Aufbau des neuen Werkes für PKW und Nutzfahrzeuge in Pekan, Malaysia beauftragt. Zurück in Deutschland leitete ich im Rahmen der Auslandslogistik den Qualitätsbereich.

Nach meinem Ausscheiden aus der Daimler AG war ich in der Geschäftsleitung der Firma KASTO (Metallsägen, Sägezentren und Lagersysteme) als Betriebsleiter für die beiden deutschen Produktionsstandorte verantwortlich.

Seit 2015 kümmere ich mich schwerpunktmäßig um CarpaStretch®.